Metallmodul GRAMMER AG


Kümmersbruck – Hauptschulinitiative –Metallmodul

Händeringend sucht die deutsche Wirtschaft seit vielen Jahren qualifizierte Fachleute in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften. Mehr denn je wird eine intensive Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft gefordert und gewünscht. Im Juli 2007 wurde zwischen dem Kultusministerium und der bayerischen Wirtschaft der „Pakt Hauptschule und Wirtschaft – gemeinsam zum Erfolg“ geschlossen. In diesem Bündnis sieht die Hauptschule Kümmersbruck im Rahmen des aktuell laufenden Schulversuchs „Modularisierung an bayerischen Hauptschulen“ neue Ansatzmöglichkeiten, ihren Hauptschülern den Weg in ein erfolgreiches Berufsleben zu ebnen. Neben vielen kleineren Handwerkesbetrieben hat man mit dem renommierten und weltweit agierenden Industriebetrieb Grammer AG einen Kooperationspartner par Excellence gefunden. Seit Beginn des Schuljahres öffnet die Grammer AG die Türen für die Schüler der Hauptschule Kümmersbruck, die im Rahmen eines Technikmoduls erste vertiefte (Berufs-) Erfahrungen mit den Werkstoff Metall sammeln können. Betreut wird diese Modul seitens der Schule von Lehrer Klaus Ruétz. Zusammen mit den zuständigen Ausbildungsleitern der Firma Grammer AG Herrn Moser, Herrn Pilz und Herrn Grundler wurde ein Konzept erarbeitet, das bei den zwölf Schülern auf äußerst positive Resonanz stieß. In mehreren „Produktionsschritten“ entwickelten und bauten sich die Schüler – Mädchen wie Jungen – einen Roboter. In kleinen Schritten lernten sie feilen, entgraten, bohren oder auch Außen- und Innengewinde schneiden. Tätigkeiten, die man auch als Werkzeug- oder Industriemechaniker beherrschen muss. Der große Vorteil bei derartigen Modulen, wie sie bei der Fa. Grammer laufen, ist es, dass die Schüler selbst ausprobieren können, ob ihnen die Tätigkeiten oder die Berufe liegen. Die Kinder waren von diesem ersten Grammer – Modul begeistert, weil sie selbst mit Werkzeugen praktisch arbeiten durften und sie ein selbst gemachtes Produkt in den Händen halten können. Die Schüler selbst waren auch von der tollen Unterstützung und Betreuung durch die kompetenten Ausbilder und äußerst hilfsbereiten und unterstützenden Auszubildenden angetan und begeistert. Auch Lehrer Klaus Ruétz zieht eine positive Bilanz. Er sieht bei diesen Modulen wichtige Schnittstellen von Schule und Wirtschaft, die zukünftig den Schülern gute Ausbildungsplätze und den Betrieben qualifizierte Fachleute bringen werden.